Kurier
Krone
1. Juli 2010
Nach Marillenalm-Erfolg wollen Bürger nun mehr mitreden
Den Meidlinger Bürgern gelang es, das Hotelprojekt auf der Marillenalm zu Fall zu bringen. Ein Erfolg, den andere Bürgerinitiativen wiederholen möchten. So wird für das umstrittene Komet-Hochhaus ebenfalls eine Anrainerbefragung verlangt, und in der Leopoldstadt gibt es Bemühungen, die Bim-Linie 11 zu reaktivieren
von Erich Vorrath
Obwohl Komet-Turm und Marillenalm im selben Bezirk liegen, werde hier mit zweierlei Maß gemessen, empört sich Gretl Carney, Sprecherin der Komet-Bürgerinitiative: "Beim Komet-Projekt haben wir längst eine Anrainerbefragung beantragt, aber sie wurde von der SP-Mehrheit abgelehnt, bei der Marillenalm gab es dagegen eine Zustimmung der Sozialisten. Sind wir hier Bürger zweiter Klasse?"
Gretl Carney fragt sich, ob möglicherweise ausschlaggebend war, dass die VP das Hotel bauen wollte, man es auf den Komet-Gründen aber mit einem SP-nahen Bauwerber zu tun habe.
In der Leopoldstadt können die Bürger mit ihren Unterschriften die Bemühungen um eine Wiedereinführung der Bim-Linie 11 unterstützen. Ingrid Puller, Verkehrssprecherin der Grünen: "Niederflurstraßenbahnen haben mehr Platz als die oft überfüllten 11-A-Busse. Außerdem bieten die ULFs ruck- und stoßfreies Fahren und sind um einige Dezibel leiser als ein Gelenkbus."
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