Oesterreich
Österreich
27. November 2007
Drei Hausbesitzer wehren sich gegen Verkauf - Ende 2008 sollen Bauarbeiten beginnen
Komet-Komplex drohen Lücken
Die Bürgerinitiative gegen das Komet-Hochhaus in Meldung macht wieder mobil: Noch weigern sich drei Eigentümer, ihre Häuser zu verkaufen.
bib

Meidling. Karl und Waltraud Heger wohnen in der sechsten Generation auf den Komet-Gründen an der Schönbrunner Schloßstraße in Meidling. Ihr Einfamilienhaus befindet sich genau auf jener Fläche, auf der Ende 2008 mit dem Bau eines 73-Meter-Hochhauses mit 52.000 Quadratmetern Hotel-, Geschäfts- und Büroflächen begonnen werden soll. Das Ehepaar Heger und zwei andere Hausbesitzer sollen zum Verkauf ihrer Objekte bewogen werden.

Härte zeigen.
„Wir wollen nicht weg, wir leben seit 67 Jahren hier", sagt Karl Heger. Der Eigentumer des restlichen Areals, die HPD Projektentwicklungsgesellschaft mit Sitz in Wiesbaden (D), hat dem Ehepaar Heger bei der ersten Verhandlung 350.000 Euro für ihr Haus geboten. Rund zwei Jahre danach sei das Angebot jetzt annehmbar, man wolle jedoch weiter kämpfen. Die derzeitigen Pläne der MA 21 gehen jedoch vom Verkauf der drei Häuser aus. Die Fabriksgasse, die Jetzt als Zufahrt dient, soll aufgelöst werden. Bewohner der neuen Gemeindebauten sollen über die Rechte Wienzeile zufahren. "Das ganze Projekt ist menschenverachtend. Wir können unsere Fenster nicht mehr aufmachen, weil schon jetzt die Feinstaub- und Lärmbelastung so hoch ist", erklärt Anrainerin Erika Mottl. Die Bürgerinitiative will ein kleineres Einkaufszentrums, mehr Grünflächen, einen niedrigeren Turm, sowie den Verzicht auf die Tiefgarage mit 550 Stellplätzen.

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