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23.November 2007
"Massiver Riegel" auf Komet-Gründen
Anrainer fürchten unter anderem Lärm
Die Wiener Grünen haben Details zu dem auf den Komet-Gründen in unmittelbarer Nähe zu Schloss Schönbrunn geplanten Bauprojekt bekanntgegeben. Sie warnen vor einem "massiven Riegel".
Zweifache Kritik
Die Kritik der Grünen geht in zwei Richtungen: Einerseits stoßen ihnen die Dimensionen des Projekts auf, andererseits die politische Komponente: Sie sprechen von einem "Kniefall" der Stadt. "Es wünscht sich jemand etwas und es wird gewidmet", sagte Grünen-Planungssprecherin Sabine Gretner. Sie gab Details zu dem Projekt bekannt, das ihrer Meinung nach als ein "massiver Riegel" in unmittelbarer Nähe zu Schönbrunn entstehe.
Mehr als 70 Meter hohes Haus
Das umstrittene 120-Meter-Hochhaus wird zwar nicht gebaut, dafür soll aber laut Flächenwidmungsplan ein 72,70 Meter hohes Haus entstehen, daran schließen Häuser mit einer Höhe von 22,80 Meter an, die im hinteren Bereich auf 41,60 Meter ansteigen. Dazu kommen ein Einkaufszentrum mit 13.000 Quadratmetern Fläche und mehr als 500 Parkplätze. Das Gesamtvolumen des von einer Investorengemeinschaft betriebenen Projekts beträgt laut Gretner 281.000 Kubikmeter.
Anrainer leiden unter Größe
Erstaunlich für die Grünen ist auch, dass in der geplanten Flächenwidmung keine Umweltprüfung vorgesehen sei, obwohl sogar im Rathaus die Umweltsituation als angespannt bezeichnet werde.Zudem würden die Anrainer unter der Größe des Projekts leiden und die Kaufleute der benachbarten Meidlinger Hauptstraße nicht über das Projekt erfreut sein.
Grüne für kleinere Realisierung
Die Grünen sprechen sich dafür aus, das Projekt in einem kleineren Rahmen zu realisieren. Die Bauhöhe solle 18 Meter nicht übersteigen, das Einkaufszentrum auf 4.000 Quadratmeter verkleinert werden. Auch ein vielfältigerer Nutzungsmix wird gefordert, so sollen auch Wohnungen auf dem Areal entstehen.
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